01.11.2005, 15:12
Deutschland: Feuerwehrleute werden knapp
Kaum Frauen an der Wasserspritze: In der Bundesrepublik fehlen nach Einschätzung des Deutschen Feuerwehrverbandes mehr als eine Viertelmillion Feuerwehrleute.
![[Bild: feuerwehrmann2.jpg]](http://img.badische-zeitung.de/aktionen/2005/fastnews/images/feuerwehrmann2.jpg)
"Wir verlieren jedes Jahr rund zehn Prozent der derzeit rund 1,3 Millionen Aktiven", sagte der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, am Rande eines Feuerwehrtreffens in Arnsberg.
Sollte der Schwund bei den Freiwilligen Feuerwehren nicht gestoppt werden, sei der Brandschutz künftig nicht mehr überall ausreichend zu gewährleisten, warnte der Funktionär. "Dann haben wir in fünf bis zehn Jahren Gegenden, in denen keiner mehr kommt, wenn es brennt."
Einschließlich der Werksfeuerwehren und der hauptamtlichen Feuerwehrleute sind in Deutschland derzeit mehr als 1,3 Millionen Brandbekämpfer aktiv. Ziebs: "Die Freiwilligen übernehmen rund die Hälfte der jährlich eine Million Einsätze."
Der Mitgliederschwund halte schon seit einigen Jahren an. Die Ursachen seien vielfältig - genannt würden häufig familiäre Gründe oder berufliche Veränderungen. Oft drohten den Freiwilligen Probleme am Arbeitsplatz.
![[Bild: feuerwehrmann_180.jpg]](http://img.badische-zeitung.de/aktionen/2005/fastnews/images/feuerwehrmann_180.jpg)
Volles Rohr: Zwei Feuerwehrleute testen eine Wasserspritze.
Foto: dpa
Viele Firmen könnten die ehrenamtlichen Brandbekämpfer nicht aus dem Stand freistellen, berichtete Ziebs. "Wenn ich tagsüber zehn Einsatzkräfte brauche, muss ich 20 alarmieren."
"Jeder ist uns willkommen", warb der Funktionär um Nachwuchs. Arbeitslose könnten im Feuerwehrdienst Zusatz-Qualifikationen erwerben. Auch die Frauenquote bei den Feuerwehren sei mit durchschnittlich sechs Prozent zu gering.
Für Zugewanderte sei die Feuerwehr eine Chance zu aktiver Integration. "Außerdem wäre die Feuerwehr dann mehrsprachig." Das bringe auch einen Sicherheitsvorteil, sagte Ziebs mit Blick auf einen Brand in Berlin.
Dort kamen neun Ausländer ums Leben, weil sie die Aufforderung, in der Wohnung zu bleiben, nicht verstanden hatten und ins verqualmte Treppenhaus gelaufen waren. (dpa)
Quelle: http://www.badischer-zeitung.de
Kaum Frauen an der Wasserspritze: In der Bundesrepublik fehlen nach Einschätzung des Deutschen Feuerwehrverbandes mehr als eine Viertelmillion Feuerwehrleute.
![[Bild: feuerwehrmann2.jpg]](http://img.badische-zeitung.de/aktionen/2005/fastnews/images/feuerwehrmann2.jpg)
"Wir verlieren jedes Jahr rund zehn Prozent der derzeit rund 1,3 Millionen Aktiven", sagte der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, am Rande eines Feuerwehrtreffens in Arnsberg.
Sollte der Schwund bei den Freiwilligen Feuerwehren nicht gestoppt werden, sei der Brandschutz künftig nicht mehr überall ausreichend zu gewährleisten, warnte der Funktionär. "Dann haben wir in fünf bis zehn Jahren Gegenden, in denen keiner mehr kommt, wenn es brennt."
Einschließlich der Werksfeuerwehren und der hauptamtlichen Feuerwehrleute sind in Deutschland derzeit mehr als 1,3 Millionen Brandbekämpfer aktiv. Ziebs: "Die Freiwilligen übernehmen rund die Hälfte der jährlich eine Million Einsätze."
Der Mitgliederschwund halte schon seit einigen Jahren an. Die Ursachen seien vielfältig - genannt würden häufig familiäre Gründe oder berufliche Veränderungen. Oft drohten den Freiwilligen Probleme am Arbeitsplatz.
![[Bild: feuerwehrmann_180.jpg]](http://img.badische-zeitung.de/aktionen/2005/fastnews/images/feuerwehrmann_180.jpg)
Volles Rohr: Zwei Feuerwehrleute testen eine Wasserspritze.
Foto: dpa
Viele Firmen könnten die ehrenamtlichen Brandbekämpfer nicht aus dem Stand freistellen, berichtete Ziebs. "Wenn ich tagsüber zehn Einsatzkräfte brauche, muss ich 20 alarmieren."
"Jeder ist uns willkommen", warb der Funktionär um Nachwuchs. Arbeitslose könnten im Feuerwehrdienst Zusatz-Qualifikationen erwerben. Auch die Frauenquote bei den Feuerwehren sei mit durchschnittlich sechs Prozent zu gering.
Für Zugewanderte sei die Feuerwehr eine Chance zu aktiver Integration. "Außerdem wäre die Feuerwehr dann mehrsprachig." Das bringe auch einen Sicherheitsvorteil, sagte Ziebs mit Blick auf einen Brand in Berlin.
Dort kamen neun Ausländer ums Leben, weil sie die Aufforderung, in der Wohnung zu bleiben, nicht verstanden hatten und ins verqualmte Treppenhaus gelaufen waren. (dpa)
Quelle: http://www.badischer-zeitung.de